Oltmann Gruppe

"Auf ostfriesischen Tugenden wie Gradlinigkeit und
Prinzipientreue baute er damals seine Firma auf
und fuhr schon bald auf der Überholspur des Erfolgs."

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Oltmann Gruppe Pressespiegel

September 18, 2007 | Bereich Oltmann Gruppe

"Konservativ, sparsam, erfolgreich"
Ostfriesland Magazin, 9/2007 | stt

Oltmann Gruppe

Schiffsbeteiligungen. Eine schillernde Branche der Glaspaläste - so groß, so unüberschaubar, so schnelllebig. Einer, der sich davon immer abgehoben hat, war Jan Luiken Oltmann: Ostfriese durch und durch. Auf ostfriesischen Tugenden wie Gradlinigkeit und Prinzipientreue baute er damals seine Firma auf und fuhr schon bald auf der Überholspur des Erfolgs. Heute zählt sein kleines Emissionshaus zu den ganz Großen im Geschäft. Auch mehr als drei Jahre nach dem Tod Oltmanns wird es geführt, als säße dieser mit Argusaugen daneben - in einem überschaubaren Büro - mitten in Leer. Doch was genau verbirgt sich hinter dem Firmenschild "Oltmann Gruppe"? Ein Bericht von Ilona Lütje.

Ein Einfamilienhaus in Leer, Ostfriesland. Hier war einst das Zentrum der erfolgreichen Oltmann Gruppe, die heute zu den ganz Großen unter den Emissionshäusern für Schiffsbeteiligungen gehört. Der Chef: Ein Mann, dem das Maritim-Journal Hansa einst den Titel "Reedermacher" verpasste.

Mit 1,4 Milliarden Euro hatte Jan Luiken Oltmann mit seiner Oltmann Gruppe schließlich in 18 Jahren 160 Schiffe finanziert. Und die meisten von ihnen innerhalb kürzester Zeit wieder ver-kauft. Kein Mitbewerber war je schneller. Im Gegenteil: Viele von ihnen denken gar nicht daran, die Schiffe wieder abzugeben. Oltmann dagegen machte das Geld für seine Anleger schnell wieder verfügbar, mit hohen Renditen. Jan Luiken Oltmann, ein Leeraner Urgestein. 1925 geboren, Pastorensohn, kompromisslos, zielstrebig, hartnäckig und immer wieder für eine Überraschung gut: 61 Jahre alt ist der Anlageberater Oltmann bereits, als er 1986 unter dem Namen Oltmann Gruppe anfängt, Beteiligungen an Schiffen zu vertreiben und sich schnell von denen abgrenzt, die ihre Kunden in dubiose Geschäfte verwickeln. Sein guter Ruf ist ihm wichtig. Wer diesen Kurs nicht mitfährt, hat bei dem resoluten Oltmann keine zweite Chance. Denn eines will der gelernte Kaufmann auf jeden Fall vermeiden: Er will nicht zu den schwarzen Schafen der Branche gehören. Seriosität und das Vertrauen der Anleger sind ihm wichtig. Nicht nur, um die Rechtmäßigkeit zu beweisen, sondern auch, weil er selbst 200-prozentig hinter seinen Produkten steht, steckt er immer auch eigenes Geld in jeden seiner Fonds. Doch Bescheidenheit ist bei dem Mann aus Leer stets mehr als eine Zier: Sportwagen und goldene Armbanduhren gibt es nicht bei Oltmann, der mit ein paar wenigen Anlageberatern in ganz Deutschland zusammenarbeitet. Ihnen lässt er, der ein gutes Dutzend Tageszeitungen liest, immer wieder Zeitungsausschnitte zu Schiffsbeteiligungen einerseits, aber auch zu privaten Hobbys, zukommen.

Als Oltmann im Alter von 79 Jahren 2004 nach kurzer Krankheit stirbt, ist seine Nachfolge von ihm selbst schon längst geregelt. André Tonn, seit 1987 selbstständiger Anlageberater und seit Jahren eng an der Seite von Berater Oltmann, soll die Firmenleitung übernehmen. Oltmann ist sich sicher, dass er die Gruppe in seinem Sinne weiterführen wird. "Als der Anruf eines Tages kam, duldete der Chef keinen Widerspruch", erinnert sich der Hamburger. Das war vor sieben Jahren. Im April 2005 übernimmt Tonn, zu diesem Zeitpunkt Vertriebsleiter, die Geschäftsführung gemeinsam mit Monika Oltmann. Heute agiert Tonn mit der Oltmann Gruppe nach denselben Grundsätzen wie einst Oltmann selbst: konservativ, sparsam, erfolgreich. "Die Zahlen sprechen für sich: 108 verkaufte Schiffe per 31. Dezember 2005 mit einer Durchschnittslaufzeit von fünf Jahren und einer jährlichen Durchschnittsrendite von 28,82 Prozent nach Steuern sind am deutschen Kapitalmarkt einzigartig", sagt der 38-Jährige. Weil die Oltmann Gruppe immer aus dem Blickwinkel ihrer Kundschaft spart, wo sie kann, wurden den Anlegern bis heute fast 100 Millionen Euro an Nebenkosten erspart. Keine Beiräte, keine Treuhandgebühren, keine Gutachten und schon gar kein Agio.

Vielen Mitbewerbern ist das kleine Leeraner "Grüppchen" mit den deutschlandweit zirka 20 exklusiven Vertriebspartnern darum auch schon mal ein Dorn im Auge. Verdient wird nicht am Betrieb der Schiffe, sondern im Wesentlichen mit deren Handel. Verkauft wird, sobald der Markt es zulässt. Ein großer Vorteil, wenn ein Emissionshaus nicht mit einer Treuhandgesellschaft zusammenarbeitet. Denn die ist - verständlicherweise - nicht sonderlich am Verkauf der Schiffe interessiert. Dass sich die Oltmann-Schiffe übrigens gut verkaufen lassen, liegt auch an der Nische, die die Leeraner besetzt haben: Sie setzen nicht auf die Riesen unter den Containerschiffen, sondern vornehmlich auf kleinere Frachter und Feederschiffe. Größere Schiffe brauchen diese "Zulieferer" für kleine Häfen. Und: Mehr als 40 Prozent der Flotte in diesem Markt sind älter als 20 Jahre, müssen schon bald verschrottet werden. Das englische Analysehaus Howe Robinson erwartet ab 2008 eine drastische Verknappung dieses Schiffstyps. Die hohe Nachfrage sorgt für stabile Charterraten. Diese Schiffe werden immer gebraucht, sind darum krisensicherer. "Bis heute hat noch nie einer unserer Anleger mit seinen Schiffen Geld verloren", betont Tonn nicht ohne Stolz.

Seriös handeln

Aus dem Einfamilienhaus ist die Oltmann Gruppe nach dem Tod des Firmengründers ausgezogen. Dennoch: Paläste und Villen wie bei den großen Mitbewerbern sucht man noch immer vergebens. Die fünf Oltmann-Mitarbeiter haben das kleine, ausgebaute Dachgeschoss im ehemaligen Haus des Wasserbauamtes am Leeraner Freizeithafen bezogen. Von hier aus arbeiten sie vor allem mit Reedereien aus der Region zusammen, zum Beispiel der Reederei Briese aus Leer und Jüngerhans aus Haren/Ems. Gemeinsame Überzeugung des harmonischen Miteinanders auch hier: seriös und im Sinne der Anleger handeln.

Die konservative Geschäftspolitik verschließt sich allerdings nicht vor Innovationen. Noch unter der Leitung von Jan Luiken Oltmann hatte die Gruppe gemeinsam mit der Reederei Briese im Jahr 2000 den ersten Schiffsrenditefonds (Briese Tonnagesteuer Rendite Fonds Nr. 1) ohne Verlustzuweisung entwickelt. Daraus ist eine neue Anlageklasse auf dem Markt entstanden, die sich an eine zum Teil neue Zielgruppe wendet. Mittlerweile hat die Gruppe 17 solcher Fonds innerhalb kürzester Zeit platzieren können.

Außerdem wurde 2004 mit dem Technologie-Unternehmen SkySails der erste Risikokapitalfonds aufgelegt. Dabei bleibt man der Schiffahrt treu: Riesige Zugdrachen sollen künftig die Frachtschiffe antreiben und so den Treibstoffverbrauch um bis zu 35 Prozent senken. Drei Finanzierungsrunden hat die Oltmann Gruppe bereits organisiert und so mit 15 Millionen Euro das Projekt bis 2009 gesichert. Noch in diesem Jahr wird mit der MS "Beluga SkySails" der weltweit erste Frachter in See stechen, der mit dem revolutionären Antriebssystem ausgerüstet ist. Auch dessen Finanzierung wird die Oltmann Gruppe übernehmen. Acht Millionen Euro sollen dafür bei den Anlegern eingeworben werden. Voraussichtlich kein großes Problem. Denn weil sich die Oltmann Gruppe mit ihren besonderen Geschäfts-Maximen einen Namen gemacht hat, stehen die Anleger auch gern mal Schlange. Die Nachfrage ist groß, doch neue Schiffe, die den strengen Qualitätskriterien der Leeraner entsprechen, sind Mangelware. André Tonn weiß, dass er damit auch schon mal einen Kunden verärgert. Doch die gehören dann beim nächsten Mal zu den Schnellsten. Die Argumentation ist stimmig: "Es gibt eben nur wenige Schiffe, die unsere Ansprüche erfüllen können." Er ist sich sicher: "Herr Oltmann wäre stolz, wenn er wüsste, wie wir handeln und dass die Anleger uns weiter vertrauen."


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